70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942
Am 20. Januar 1942 führten in Wannsee zentrale Akteure des Nazi-Regimes die "Besprechung über die Endlösung der Judenfrage" durch und vollzogen hierbei die Festlegung wesentlicher Punkte des Holocaust und der Massenvernichtung menschlichen Lebens. Zentraler Gegenstand war für das Nazi-Regime vor allem die Gesamtlösung der Judenfrage. Das "Haus der Wannsee-Konferenz - Gedenk- und Bildungsstätte" erinnert durch seine Arbeit an dieses Ereignis. Im Haus der Wannsee-Konferenz wird vom 20. Januar bis 21. Januar unter dem Titel "Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und die Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942" eine Veranstaltung für Historiker und historisch interessierte durchgeführt. Im Lichte einer ausgreifenden territorialen, organisatorischen, wirtschaftlichen und akteurszentrierten Historiographie zum Holocaust sollen keine alten Kontroversen ausgefochten, vielmehr Forschungsfragen neu akzentuiert und erweitert zur Debatte gestellt werden.
Link zum Tagungsprogramm: http://www.ghwk.de/deut/veranst/konferenz-2012.pdf
Der historische Ort
Am 20. Januar 1942 verhandelten in der Villa am Wannsee in Berlin fünfzehn Spitzenbeamte der Ministerialbürokratie verschiedener Reichsministerien und der SS unter dem Vorsitz von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes, über die organisatorische Durchführung der Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden. Nach diesem Ort wird die Besprechung als "Wannsee-Konferenz" bezeichnet.
Am 20. Januar 1992, dem 50. Jahrestag der Konferenz, wurde in der Villa die Gedenk- und Bildungsstätte eröffnet.
In den Räumen des Erdgeschosses der denkmalgeschützten Villa informiert die ständige Ausstellung "Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden" über die Vorgeschichte der nationalsozialistischen Verfolgung der Juden, über ihre Ausgrenzung, Entrechtung und Vertreibung zwischen 1933 und 1939 sowie über die während des Zweiten Weltkrieges von den Nationalsozialisten durchgeführte Deportation, Ghettoisierung und Ermordung der europäischen Juden.
Die Gedenkstätte bietet Jugendgruppen, Schulklassen und Erwachsenen pädagogische Angebote (deutsch- und fremdsprachige Führung mit Gesprächen in der Ausstellung, Kleingruppenarbeit in der Ausstellung, ganz- und mehrtägige Seminare) an. Die Bibliothek/Mediothek ergänzt das pädagogische Angebot.
Dokumente zur Wannsee-Konferenz sind hier zugänglich: http://www.ghwk.de/deut/startneu0.htm
Quelle: Haus der Wannsee-Konferenz - Gedenk- und Bildungsstätte, http://www.ghwk.de/
Gedenk- und Bildungsstätte
Haus der Wannsee-Konferenz
Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin
Telefon: 030 - 80 50 01 0
Telefax: 030 - 80 50 01 27
eMail: info(at)ghwk.de
Öffnungszeiten:
Dauerausstellung und Sonderausstellungen
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
außer:
Karfreitag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. Oktober,
24. - 26. Dezember, 31. Dezember, 1. Januar
Bibliothek / Mediothek
Montag bis Freitag 10.00 bis 18.00 Uhr
außer:
Karfreitag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. Oktober,
24. - 26. Dezember, 31. Dezember, 1. Januar
Die Ausstellung und die Bibliothek sind behindertengerecht (Fahrstuhl) zugänglich.



