
"Rechtsterrorismus und rechtsextreme Gewalt in Deutschland" Mittwochsgesellschaft mit Anetta Kahane, Vorsitzende Amadeu Antonio Stiftung
Die Aufdeckung der Verbrechen von drei Neonazis aus Zwickau, die sich selbst als "Nationalsozialistischer Untergrund" bezeichneten und denen bislang zehn Morde angelastet werden, lösten eine neue Debatte um Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus in Deutschland aus. Kritisiert und diskutiert werden dabei vor allem die Arbeit des Verfassungsschutzes und die Ermittlungen der Polizei in Bezug auf rechte Gewalt. Doch jenseits der berechtigten Frage nach Ermittlungsfehlern, der unklaren Rolle von Behörden und stereotypen, rassistischen Vorurteilen in der Ermittlungsarbeit bleibt festzustellen, dass das Ausmaß und Potenzial von Gewalt mit rechtsextremen Hintergrund in Deutschland weitaus größer ist als angenommen oder behauptet. Erschreckend ist auch, wie es den drei Neonazis weitestgehend unbehelligt gelang, für so lange Zeit Unterschlupf und Unterstützung zu finden. Es greift zu kurz, nur vom Versagen staatlicher Stellen zu sprechen - muss nicht auch das gesellschaftliche Umfeld, in dem sich gewaltbereite Rechtsextreme bewegen, als Teil des Problems thematisiert und analysiert werden?
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Hierzu referiert Frau Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, am Mittwoch, 25. Januar 2012 um 19:30.
Die Amadeu Antonio Stiftung ist benannt nach einem der ersten Opfer rechtsextremer Mörder nach der Wende. Die Stiftung engagiert sich seit 1998 gegen Rechtsextremismus und Rassismus.
Mit Anetta Kahane spricht die Heinrich-Böll-Stiftung über das Gewalt- und Terrorpotenzial der rechtsextremen Szene sowie über die Hintergründe und gesellschaftlichen Vorraussetzungen zu dessen Entstehung und Fortdauer im Osten Deutschlands und besonders in Brandenburg.
Bemerkung Moderation: Inka Thunecke und Joachim Gessinger
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.
Veranstalter Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Veranstaltungsort T-Werk
Raum Große Bühne
14467 Potsdam, Schiffbauergasse 4e
Mittwoch, 25. 1. 2012, 19:30 bis 21:30 Uhr
Wegbeschreibung Das "T-Werk" befindet sich im Schirrhof auf dem Gelände des Kulturstandortes Schiffbauergasse (Parallel zur Nutheschnellstraße)! Straßenbahnlinien 94 und 99 vom S-Bahnhof Babelsberg (Haltestelle Holzmarktstraße, 10 Minuten Fußweg) oder der Straßenbahnlinie 93 von Potsdam Hauptbahnhof (Haltestelle Schiffbauergasse, 5 Minuten Fußweg).



